{"id":1441,"date":"2017-06-05T15:25:31","date_gmt":"2017-06-05T13:25:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.phils-blog.com\/?p=1441"},"modified":"2023-08-28T16:21:48","modified_gmt":"2023-08-28T14:21:48","slug":"holzstapel-und-dastare-29-mai-kishtwar-batote-indien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.phils-blog.com\/?p=1441","title":{"rendered":"Holzstapel und Dastare, 29. Mai, Kishtwar &#8211; Batote, Indien"},"content":{"rendered":"<p><strong>Holzstapel und Dastare, 29. Mai, Kishtwar &#8211; Batote, Indien<\/strong><\/p>\n<p>Eine Nacht neben einer Moschee w\u00e4hrend des Ramadan, Beschallung bis zum Sonnenuntergang und ab Sonnenaufgang. Bin ich froh in Kishtwar in Indien zu sein und nicht in Finnland im Sommer. So hatte ich wenigstens 5 Stunden ruhe von der Zwangsbeschallung. Vorteil: Ich bin fr\u00fch wach und auch recht fr\u00fch auf der Bahn. Ich m\u00f6chte wieder selbst das Ruder in die Hand nehmen und mein Wohlbefinden nicht einem indischen Taxifahrer \u00fcberlassen, also trete ich heute wieder in die Pedale. Die Piste habe ich eh hinter mir gelassen, ab Heute wird wieder Asphalt geschrubbt. Somit musste ich vor der Abfahrt noch mein Reifendruck anpassen, 1,3 bis 1,6 BAR reichen f\u00fcr den festen Untergrund. Kette schmieren und Lenkrad, nach dem Feindkontakt zwischen Taxidach und Felsen, wieder ausrichten und ab geht es. Ich m\u00f6chte diese laute Stadt erst einmal hinter mir lassen, bevor ich ein Fr\u00fchst\u00fcck zu mir nehme, also kaufe ich nur zwei Flaschen Wasser, 4 Bananen und eine Mango vor das Ortsschild hinter meinem R\u00fccken zur\u00fcckbleibt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1453\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_9.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><br \/>\nEs geht oft Bergab, klar ich fahre aus den Bergen aus 4000 Meter heraus in flachere Gegenden, da muss es unweigerlich mehr Bergab als bergauf gehen. Ein entgegenkommender Motorradfahrer ist so begeistert als er mein Rad sieht, das er mit seinem Beifahrer umdreht, mich einholt und darum bittet anzuhalten. So viele Menschen sind hier so freundlich und zeigen offen Ihre Begeisterung, wie oft ich geh\u00f6rt habe &#8220;Nice Cycle&#8221; kann ich schon gar nicht mehr sagen. Auf jeden Fall ist der Motorradfahrer ein Sikh, als Zeichen seines Glaubens tr\u00e4gt er Vollbart und den Turban, der bei den Sikhs Dastar hei\u00dft. Sein Bart hat er mit einem Tuch eingebunden, um ihn zu schonen, ein Bild, das ich noch des \u00d6fteren sehen werde je n\u00e4her ich an Amritsar komme. Nun ja der Kollege mit dem eingepackten Bart ist auf jeden Fall herzerfrischend freundlich und es endet selbstverst\u00e4ndlich mit dem obligatorischen Selfie, was ihn sehr gl\u00fccklich macht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_10.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1452\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_10-577x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"577\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_10-577x1024.jpg 577w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_10-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_10.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1449\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_13-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_13-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_13-577x1024.jpg 577w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_13.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/><\/a>Ungef\u00e4hr gegen 11:00 Uhr passiere ich einen Stapel Holzbalken, ooh, was schreibe ich hier, welch Untertreibung. Ich fahre voller Staunen und Ehrfurcht an einem gigantischen \u00fcberdimensionalen Schiffscontainerf\u00fcllenden Holzstapel vorbei. Ja diese Beschreibung trifft es ungef\u00e4hr. Das sieht irgendwie wie Jenga oder Mikado f\u00fcr Riesen aus, ich verstehe bis heute nicht wie die Arbeiter das da alles gestapelt haben, von Hand versteht sich. Als ich ein paar Fotos mache kommen die Holzschlepper selbstverst\u00e4ndlich raus, lassen sich sehr stolz und gerne fotografieren und einer demonstriert sogar, wie das Holz verladen wird. Tats\u00e4chlich stehen da schon 4 beladene LKW, diese werden mich am sp\u00e4ten Nachmittag noch \u00fcberholen. Na auf jeden Fall hat dieser Haufen Eindruck auf mich gemacht, das ist ja auch alles Handarbeit, was da liegt.<br \/>\nNachdem ich wieder weiterfahre, sehe ich schon wieder 2 Milit\u00e4rhubschrauber am Himmel, ich muss noch mal Informationen einholen, in Kishtwar habe ich nichts geh\u00f6rt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1451 size-large\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_11.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach 75 Kilometer komme ich an meinem geplanten Tagesziel an, Pustekuchen kein Hotel, kein Guesthouse und kein Homestay zu finden. Alle Informationen die ich erhalte sagen, 25 Kilometer weiter fahren bis Batote. So ein Mist! Mir bleibt ja nicht viel anderes \u00fcbrig als weiterzufahren, allerdings mache ich hinter Batotte erst einmal rast in einem Restaurant. Es wird mal wieder ein sehr gespr\u00e4chiges Essen und ich lerne dabei den B\u00fcrgermeister des Ortes kennen. Mein Kartenmaterial findet gro\u00dfes Interesse und mein Fahrrad ist eh die ganze Zeit umlagert. Nach, ja sicher, die Fotosession mit den Selfieisten geht es weiter in Richtung Batote.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1447 size-large\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_15.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><br \/>\nNach gute 93 Kilometer haben Hitze und Anstieg Oberhand und ich schnappe mir eine Mitfahrgelegenheit auf einem Pickup. Er f\u00e4hrt zwar nicht bis nach Batote, kann mich ein St\u00fcck weit mitnehmen bis zu seinem Dorf. Nicht nur das ich freundlicherweise mit Ihm mitfahren durfte, nein der gute Mann l\u00e4dt mich auch noch zu einem Tee ein und Geld will er f\u00fcr die Fahrt gar nicht annehmen. Das Teehaus und er wollen nur die \u00fcblichen Informationen von mir haben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1450 size-large\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"870\" height=\"489\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_12.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 870px) 100vw, 870px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Danach erkundige ich mich noch nach den Weg und fahre weiter. Der letzte Anstieg ist gute 9 Kilometer lang und steil, aber nach 3 Kilometer erwische ich einen leeren Taxi-Microbus.<\/p>\n<p>Ich lasse mich zum n\u00e4chsten Hotel bringen, es ist auch das einzige weit und breit, sonst w\u00e4re ich da nicht geblieben. In diesem Hotel hatte ich noch nicht einmal fliesend Wasser :-(.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-1454\" src=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20-300x169.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20-768x432.jpg 768w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.phils-blog.com\/wp-content\/uploads\/2017\/06\/Photo-editing_Cloud20170604_20.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Vor ich zu Bett gehe kommuniziere ich noch, mangels Internet, \u00fcber mein Delorme mit der Familie. Ich hatte darum gebeten auf der Seite vom Ausw\u00e4rtigen Amt nachzuschauen ob es Vorbehalte f\u00fcr eine Reise zur Stadt Jammu gibt. Hier gab es lediglich die Warnung in Jammu Menschenansammlungen und Demonstrationen fern zu bleiben. OK, ich hatte eh nicht vor zu demonstrieren, obwohl&#8230; vielleicht f\u00fcr bessere Hotels.<\/p>\n<p>Im Zimmer r\u00e4ume ich das Bett komplett ab und lege meine Matratze auf die Holzkonstruktion des Betts, ich bin so m\u00fcde, dass ich sehr schnell schlafe. Gut, das ich schnell Schlaf finde, den ich brauche am n\u00e4chsten Tag alle K\u00f6rner (das wusste ich zu diesem Zeitpunkt nat\u00fcrlich noch nicht \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Gru\u00df<\/p>\n<p>Phil<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p class=\"excerpt\">Holzstapel und Dastare, 29. Mai, Kishtwar &#8211; Batote, Indien Eine Nacht neben einer Moschee w\u00e4hrend des Ramadan, Beschallung bis zum Sonnenuntergang und ab Sonnenaufgang. 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