Fahrbericht Felt 29er, leider mit erstem Defekt

Das ist schon so eine Sache beim Do it yourself. Da habe ich das Lenkkopflager wohl nicht sauber eingebaut, Totalausfall des oberen Lagers nach 70 Km. Bin ich froh das wir die Räder hier ausgiebig testen und nicht im Neuzustand verfrachten.

Erste Befunde nach den 70 Testkilometern:
1) Das Felt marschiert richtig gut, im Gegensatz zum „Defender“ – mein Surly ECR – ist das Felt ein Paris-Dakar Race Buggy. Da Joshua gute 20 Kg leichter und nicht so im Training wie Vatern ist, bin ich mit dem Surly von uns beiden eindeutig das Service-Fahrzeug auf der Tour.

2) Die breiten Felgen harmonieren super mit den Reifen (29×2.4 Contis) und dem Rahmen. Ich fahre die Contis mit Ca 1,5 Bar auf der 50 mm breiten Felge und das Abrollverhalten auf Schotterpisten ist genial, die Traktion extrem gut. Der Unterschied in diesen beiden Disziplinen zu einem 26 x 2,35 Hans Dampf ist auch durch Grobmotoriker leicht feststellbar.

Allerdings, wo Licht ist ist auch Schatten. Sofern zäher abtrocknender Schlamm auf der Piste liegt, kommt es sehr schnell zur Bremswirkung durch sich zwischen Rahmen und Reifen verkeilender Matsch. Der reifen auf der breiten Felge füllt den Rahmen „gut“ aus. Mit einer Tasche am Gepäckträger, also ein einseitiges Gewicht von Ca 4 Kg, ist das Felt deutlich unruhiger um Kurven zu dirigieren als das Surly. Besonders auf Schotterpisten fällt dies deutlich auf. Das liegt einerseits an der anderen Rahmengeometrie aber auch daran das der Träger beim Felt ein wenig weiter hinter der Achsenmitte des Hinterrades befestigt ist. Ein Punkt dem ich mich noch widmen muss damit das Rad im vollbeladenen Zustand auch bei Bremsmanöver brav in der Spur bleibt. Bei dieser Gelegenheit werde ich die „Single“ Befestigung an der Sitzquerstrebe wohl gegen eine Salsa Rack Lock Sattelklemme austauschen.

Die Manitou Tower ist sehr Feinfühlig und sogar während der Fahrt sehr gut und schnell an die jeweilige Situation anpassbar. Jedoch sind wir im Moment unbeladen mit den Rädern unterwegs. Vor Reiseantritt werde ich das eingebaute 80 er Kitt mit softer Feder durch ein 100 mm Kitt mit einer harten Feder tauschen – sofern ich noch irgendwo so ein Kitt erhalte?

Gruß Phil

  3 comments for “Fahrbericht Felt 29er, leider mit erstem Defekt

  1. Holgi
    14. März 2014 at 10:13 AM

    Dass das FELT gut marschiert, haben wir ja am Mittwoch gesehen…du Wilder…
    Und das mit dem abtrockenden Schlamm wusstet ihr vorher. Der Grund, weshalb ich mit meinem Eisdielen-Rad da nicht langgefahren bin 😉
    Hat am Mi. auf jeden wieder mal n riesen Haufen Spaß gemacht und ich wundere mich jedes Mal, dass man trotz oldschooligen 26″ genau diesen hat.

    Gruß
    Holgi

    • Phil
      14. März 2014 at 12:52 PM

      Hi Holgi,
      ja es war wieder einmal eine schöne Runde. Dein „Schönwetterrad“ mit blink blink Aufkleber und PIEP***verlängerungsmodul wurde ja über jede Armeisenspucke getragen, da kann auch nichts klemmen.
      Wie soll das schon gehen zwischen Politur und Reifen aus einer Reinraumproduktion 😉

  2. 27. Mai 2014 at 1:27 PM

    Thank you for featuring the gorgeous images– so vulnerable to a sense of contemplation.

    my website – http://journal-cinema.org/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.