Sonntag 15.06.2014 Bakuriani nach Akhaltsikhe, Montag 16.06.2014 Ruhetag

Wir haben am Vorabend unserer Abreise im Restaurant vom Kellner erfahren das es eine Bimmelbahn von Bakuriani nach Borjomi gibt. Selbstverständlich wollen wir dieses Transportmittel nutzen und erkundigen uns nach den Abfahrtszeiten. Der eigentliche Fahrplan ist für uns nicht aufschlussreich, daher kommunizieren wir via Übersetzungsapp mit ein paar am Bahnhof anwesenden Georgiern. Wir erfahren das wir um 09:45 Uhr am Bahnsteig sein müssen und die Abfahrt des Zuges um 10:00 Uhr ist.

Wir sind pünktlich am Bahnhof und der Zug ist es auch. In der Zeit wo die Lock umrangiert klären wir mit der Hilfe einer Amerikanerin, die fließend russisch spricht, dass wir mit unseren Rädern mitfahren können. Das verladen geschieht in völlig entspannter Atmosphäre. Im nachhinein erfahren wir das wir uns mit unseren Rädern im Wagon der ersten Klasse befinden. Der Gesamtfahrpreis für uns und die Räder beträgt 6 Lari, das sind 2,40€. Die Strecke geht über 45 Kilometer durch die Berge. Bei der Reisegeschwindigkeit des Zuges benötigen wir 2 Stunden und 45 Minuten. Unterwegs hält die Bahn ein paar mal mitten im Wald an, um Passagiere Ein- oder Aussteigen zu lassen. Es war die bisher entspannteste Fahrt in Georgien. Wir haben es sehr genossen. Sobald wir in Borjomi angekommen sind geschieht das entladen in genau so entspannter Atmosphäre wie das Beladen.

Anschließend machen wir uns auf den Weg ins 47 km entfernte Akhaltsikhe. Wir haben von Rainer die Telefonnummer von Marina erhalten, sie führt dort ein Guesthouse. Als wir das Ortschild passieren halten wir an um Marina anzurufen. Leider erreiche ich von meinem Telefon die Nummer nicht. Aber in Georgien gibt es immer eine Lösung. Der 20 Meter entfernte Altmetallhändler ruft für uns an und 15 Minuten später ist ein Taxi da. Es fährt vor und zeigt uns den Weg zu Marina. Wir werden herzlich empfangen und göttlich bewirtet. Wer vor hat in der Gegend zu sein, sollte sich die Kontaktdaten schon mal notieren:

Montag 16.06.2014
Heute habe ich beide Räder gewartet, keine Auffälligkeiten. Wir fahren das erste mal ohne Gepäck und haben, zur Abwechslung, mal das Gefühl zu fliegen. Im Zentrum möchten wir die Burg besichtigen, sie ist aus dem 12en Jahrhundert und fast komplett restauriert. Daher stammt auch der Name der Stadt, Akhaltsikhe bedeutet ins deutsche übersetzt soviel wie neue Burg.
Nach der Besichtigung sind noch einige Dinge zu besorgen und werden auch schnell fündig. In der Stadt ist einiges los und das Angebot ist, im Gegensatz zu den vergangenen Tagen, riesig. Bewaffnet mit unserer Beute fahren wir wieder zu Marina. Dort treffen wir Martin, er ist für ein Jahr als Freiwilliger in Georgien. Er wird das von uns aussortierte Gepäck, Ca. 15 Kg., am Wochenende mit nach Tiflis nehmen und in unserem Hotel abgeben. Mangels funktionierender Post eine gute „Georgian Style“ Lösung.

Lieben Gruß
Josh und Phil.

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