Tag 13 von Santiago de Cuba nach Guantanamo Bay

Wir frühstücken wunderbar auf der Dachterrasse des Hauses und machen uns Dannach erst einmal zu Fuß auf den Weg in die City. Da unser Sonnenschutz fast komplett leer ist benötigen wir dringend Nachschub. Außerdem währe es toll apres Sun, Insektenschutz und Wasser zu finden. Wie immer ist unsere Erfolgsquote überschaubar, 1 von 4 Artikeln gefunden, 45er Sonnenschutz. Wasser finden wir unterwegs, apres Sun wird überbewertet und die Mücken die uns am Ende eines sonnigen Radtages noch stechen sind selber schuld.
Wie erwartet können wir unsere Wasservorräte beim verlassen der Stadt auffüllen und mein Garmin lotzt uns zuverlässig auf die gewünschte Nebenstrecke nach Guantanamo. Unser Plan ist es an der Küste vorbei über El Verraco, Baconao, Ullao und Cayamo um die US Naval Base nach Guantanamo zu fahren. Das Sperrgebiet ist in meiner Karte und in meinem GPS eingezeichnet, also kann doch nichts schiefgehen.
Die Sonne ist heute gnadenlos, wir übersteigen die 40 Grad im Schatten und müssen uns innerhalb der ersten 3 Stunden noch 2 mal mit Sonnenschutz einreiben damit sich unser Fleisch nicht vom Knochen löst wie bei einem Brathänchen. Auf jeden Fall fühlen wir uns so. Selbst bei dem permanenten kräftigen, leider heißen, Wind muss Ric nach einiger Zeit ein Langarmshirt anziehen. Sein Hirn rebelliert gegen diese Maßnahme aber seine Simply-Red-Gringo-Arme schreien nach Schatten.
Das Gelände ist nun nicht mehr flach, es geht stetig Rauf und runter und der kräftige Gegenwind legt die Waden im Kurzschluss. Nach 31 Km machen wir an einem Strand mit Restaurant halt und tanken unsere Energiereserven mit Fisch, frittierten Bananen, Reis, Bohnen, Salat und Cola ordentlich auf. Nach der ausgedehnten Pause nehmen wir wieder unsere Planstrecke im Angriff, allerdings sind wir verunsichert.
Behaupten die Restaurantbesitzer und Vermieter von Ferienhäusern nur aus kommerziellen Überlegungen heraus das die Strecke nach Guantanamo gesperrt ist oder ist dem wirklich so?
Wir lassen uns nicht aufhalten und fahren weitere 20 KM gegen den Wind in die verlassenste Gegend die wir in Cuba gefunden haben. Alles gleicht einer Geisterstadt, das leere Delfinarium, die leeren Ferienanlagen und die verlassenen Vergnügungsparks. Na immerhin hat es sich gelohnt, ich wollte schon als Kind Schneewittchen küssen. Das mir dies auf Cuba gelingen würde während die 7 Zwerge schmiere stehen, wer hätte das ahnen können?
Auf den letzten Kilometern haben sich die Aussagen verdichtet das ein Weiterfahren bis nach Guantanamo nicht möglich sein wird. So machen wir nach 55 KM an einem tollen Platz halt und beschließen dort zu Zelten. Eine Stunde später ist alles geregelt und wir sitzen schon beim Abendessen. Eine heiße Zitrone (eigentlich Limette) und eine Ananas. Zum Ausklingen des Tages genießen wir das Lagerfeuer und legen uns anschließend ins Zelt.
Morgen ist ein neuer Tag und wir schauen wie es weitergeht.

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